programm linz

DIE LINKE Linz

neue demokratie

mitbestimmen statt mitreden!

Die beste Kur für Probleme der Demokratie ist mehr Demokratie.
John Dewey

Alle 6 Jahre ein paar Menschen einen Blankoscheck für die Linzer Stadtpolitik ausstellen – ist das schon Demokratie? Bedeutet repräsentative Demokratie, dass PolitikerInnen machen dürfen, was sie wollen? Viele Städte gehen schon neue Wege und wissen, dass ihre Menschen großes Wissen, Können und Interesse bei der Lösung eigener städtischer oder stadtteilbezogener Probleme haben und bereit sind, an Lösungen und Visionen zu arbeiten. Nur wollen wir, dass unsere Meinungen, Initiativen, Ideen auch verbindlich ernstgenommen und umgesetzt werden! Wir schlafen nicht nur im Stadtteil sondern unsere soziales und kulturelles Leben findet auch dort statt: Deshalb müssenwir es auch dort gemeinsam gestalten.

Städtisches verbindliches Beteiligungsmodell
Nach dem Vorbild in Heidelberg sollen Menschen verbindlich über alle Vorhaben seitens der Verwaltung im Vorfeld über  geplante Projekte noch vor dem Gemeinderat informiert werden. Verbindliche Beteiligungsprozesse begleiten die Planung. Wie im Salzburger Gemeindemodell gefordert, können auch Menschen Initiativen setzen und verbindliche Abstimmungen fordern bzw. auch Pläne der Stadregierung über ein Vetorecht ablehnen.

Ideenentwicklung auf Stadtteilebene über Agenda 21
Ideen brauchen Menschen, die sie vor Ort entwickeln und umsetzen. Gemeinsam.

Demokratische Budgets
Im Budget einer Stadt spiegelt sich die reale Schwerpunktsetzung einer Politik ab. Hier ist eine Mitwirkung unbedingt erforderlich, um freie Budgetmittel auch gerecht zu verwenden.

Stadtteil- und Jugendbudgets Linz tendiert dazu zentrale Lagen zu bevorzugen. Menschen haben ihren Lebensmittelpunkt verstärkt in den Stadtteilen, deshalb ist es notwendig Teile des freien Budgets auch direkt und demokratisch vor Ort mit den Menschen zu planen.

StadteilbürgerInnenforen und Jugendparlamente
Politische Mitbestimmung ist ein BürgerInnenrecht und kein Mitgliedsrecht einer Partei. Menschen entwickeln Lösungen, Ideen  und budgetieren für den Stadtteil.

wirtschaft und arbeit

zeit die dinge wieder selbst in die hand zu nehmen!

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Mahatma Ghandi

Linz braucht mehr Platz für lokale, wirtschaftliche Initiativen: Wobei ein Schielen auf Größe und ausländische Investoren in den letzten Jahrzehnten, neben dem üblichen gesichtslosen Einheitsbranchenmix entlang der Haupteinfallsstraßen, dazu geführt hat, dass kaum kleine und mittlere Geschäftsflächen weder in Frequenzlagen noch Wohnumfeldnahe geschaffen wurden. NeugründerInnen finden kaum geeignete leistbare Geschäftsflächen. Hier sind dringend geänderte Anforderungsprofile seitens der Stadtplanung gefordert.
Menschen ohne Unternehmer-biografie müssen bei der Umsetzung ihrer Ideen besser unterstützt werden.

Gleichzeitig drängen im unselbständigen Bereich immer stärker neoliberale und austeritätpoltische gesteuerte Forderungen in die Stadt: Prekarisierung, Sonntagsöffnungen, Leiharbeit, Schichtarbeit, unbezahlte Praktika, All-In-Verträge. Sie alle gilt es zurückzuweisen.

Regionalisierung statt Globalisierung
Dezidiertes politisches Bekenntnis zur Regionalisierung als nachhaltige Wirtschaftsform und nicht nur zur „Entschärfung“ der Globalisierung. Ablehnung aller Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA und TiSA, Unterstützung des Alternativen Handelsmandats.

Breite Förderung und Bevorzugung regionaler AnbieterInnen (Ausschreibungen)
Regional, nachhaltig erzeugte Produkte fördern vielfältige regionale Wirtschaftszweige, reduzieren Verkehrströme, schaffen regionale Arbeitsplätze.
Einzelgewerkausschreibungen bevorzugen regionale AnbieterInnen.

Förderung von Neugründungen
Intensive Förderung in der Gründungsphase über Bildungsangebote, Kredite, Mikrokredite, Entlastung bei Versicherungsleistungen.
Gründungsgipfel in Linz mit Beschluss Maßnahmenpaket

Förderung der Errichtung kleiner gewerblich nutzbarer Flächen und Lokale
Es fehlen in den Stadtteilen kleine Geschäftsflächen, da in den letzten Jahren fast ausnahmslos größere Flächen gebaut wurden, die wiederum nur von Ketten genutzt werden können.

Verbot von Leihfirmen und keine Vermittlung an Leihfirmen durch AMS.
Leihfirmen dienen mittlerweile sogar Landes-, Bundes- und Gemeindebetrieben ihren tatsächlichen Personalbedarf zu verschleiern – auf Kosten von Steuerzahlern und den, dadurch ins Prekariat gedrängten ArbeitnehmerInnen ( speziell im Kulturbetrieb).
Leihfirmen verdienen derzeit an jeder geleisteten Arbeitsstunde und verzerren den Wettbewerb.

Zurückdrängen von Sonntags- und Schichtarbeit
Unter dem Titel Tourismusförderung und Wettbewerbsfähigkeit dürfen nicht ArbeitnehmerInnerechte beschnitten werden.

Förderung von gemeinschaftlich/genossenschaftlich geführten Betrieben
Durch Know-How und Unterstützung.

stadtteilentwicklung

stadt oder stadtteil – das ist hier die frage

Natürlich wollen wir grundlegende
Veränderungen. Wenn das Revolution ist, dann bin ich ein Revolutionär.
Desmond Tutu

Aufgrund der Fokussierung auf das Zentrum hat Linz die Entwicklung der Stadtteile stark vernachlässigt:
Wir treten für ein verbessertes Raumangebot in allen Stadtteilen ein: mehr Platz für Soziales Leben, Kulturinitiativen, Mitbestimmung.
Es muss auch in den Stadtteilen Platz für qualitätsvolle Architektur sein.
Öffentliche Flächen sollen mehr Möglichkeit zu privatem Engagement bieten: Gemeinschaftsgärten, Obstbäume, Nachbarschaftsparks.
Wichtige Fußverbindungen sowie das Radwegenetz sollen einladender werden und von Standardnormbreiten abweichen.
Dezentrale Nahversorgung und Geschäftstätigkeit benötigt kleinere Flächen und Raum für wöchentliche Märkte.

Mitentscheidung bei Budgets, BürgerInnenhaushalt, Frauenbudgets, Sozialbudgets
Teile des Ermessensbudgets sollen direkt in den Stadtteilen beschlossen werden.

StadtteilbürgerInnenforen
Über StadtteilbürgerInnenforen wird die Expertise von verschiedensten Menschen wieder in den politischen Prozess miteingebunden.

Reform des Gestaltungsbeirats
Integration von Freiraum, Sozial- und VerkehrsexpertInnen, wahlweise auch andere je nach Projektart in Kombination mit vor- und parallelgeschalteten Beteiligungs- bzw. Mitbestimmungsprozessen.

Dezentrale Stadtteilinfrastruktur
Entwicklung von Stadtteilzentren.

Platz für junge Menschen
Niederschwelliges Raum- und Betreuungsangebot in allen Stadteilen.

Aktive Förderung von Mitbestimmung in den Stadteilen (Agenda 21 Programm u.a.)
Entwicklung steht und fällt mit der Ausarbeitung gemeinsamer Ziele, der Festlegung von Maßnahmen und der Überprüfung der Wirksamkeit.

Mehr Spiel und Bewegung in den Stadttteilen
Generationentaugliche Angebote an Parks, Spielflächen  und Grünflächen, die auch Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen nutzen können.

Erhaltung identitätsstiftender Architektur im Stadtteil
Erhalt und Integration insbesondere auch von gewerblicher Architektur aus der Nachkriegszeit in ihrer räumlichen Funktionalität, wenn auch mit neuer Nutzung statt Kulissenarchitektur.

gesellschaft für alle

gegen armut und ausgrenzung

Armut ist eben gewiss kein hoher Glanz von innen,…,sondern eine einzige Sauerei.
Kurt Tucholsky

Linz muss aktiv gegen Armut und die damit einhergehenden Auswirkungen vorgehen:
Etwa 35.600 Menschen sind arm und ausgrenzungsgefährdet in Linz, davon etwa 8.200 Kinder und Jugendliche.
Wir können nicht warten bis es „der Wirtschaft gut geht“: armen Menschen muss jetzt eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden. Auch eine Stadt muss abseits von bundespolitischen Maßnahmen (wie einem bedingslosem Grundeinkommen) Verantwortung für alle BürgerInnen übernehmen.

Wohnungen zuerst
In Linz muss die Wohnungslosigkeit umfassend erhoben werden wie  permanenter Überbelag und  temporäres Unterkommen bei Freunden und Bekannten (oft Frauen). Dauerhaften Wohnmöglichkeiten muss der Vorrang gegenüber Übergangswohnen gegeben werden, da die Wahrscheinlichkeit eines anhaltendenden Erfolgs vielfach höher ist.. Menschen von einem Provisorium zum nächsten zu schieben, ist menschenunwürdig.

Kostenwahre Betriebskostensenkungen jetzt
Öffentliche Gebühren dürfen nur die wahren Kosten abdecken und nicht das Stadtbudget auf Kosten der MieterInnen finanzieren .

Keine Tiefgaragen-Anmietungpflicht
Gerade Menschen mit geringem oder keinem Einkommen besitzen keine Autos, müssen aber derzeit Tiefgaragenplätze meist verpflichtend mieten, was erhebliche Zusatzkosten ohne Nutzen verursacht.

Aktive Förderung von Selbständigkeit
Auch Menschen ohne Unternehmenserfahrung sollen aktiv vom AMS unterstützt werden, Mikrokredite auch in Linz beworben und vergeben werden.

Warmes Essen an allen Schulen und in Arbeitsplatznähe
Noch immer bieten viele Schulen nur Buffet an bzw. haben arbeitende Menschen an der Peripherie keine Möglichkeit kostengünstiges warmes Essen zu erwerben.

Betteln ist ein Menschenrecht und kein Privileg von NGOs
Kooperationsprojekte mit Dörfern unserer BettlerInnen geben den Menschen ihre Würde zurück. Eine Neubewertung des Bettelverbots in Linz ist dringend geboten.

wohnen – ein grundrecht

Die Gesellschaft ist verantwortlich, dass jede/r leistbaren Wohnraum hat.

Vier eigene Wände machen einen Menschen frei.
Aus dem Iran

Wohnungslosigkeit, Überbelag, unleistbare Wohnungen ständigem Zuzug aus Umlandgemeinden aber auch aus der EU stellt Linz vor große Herausforderungen bei der Sicherung leistbaren Wohnraums bzw. auch des Neubaus.
Linz selbst muss mehr Druck auf BesitzerInnen leerstehender Wohnungen ausüben: denn leerstehende Wohnungen sind definitiv keine Privatsache.
Mietzahlungen im geförderten Bereich müssen auf längere Sicht auch eigentumsbildend sein.

Recht auf Wohnen
Jede/r BürgerIn hat Anrecht auf leistbaren Wohnraum.

Wohnbau in Umlandgemeinden
Die Lasten des Wohnbaus müssen gerecht aufgeteilt werden zwischen Kernstadt und Umlandgemeinden.

Wohnen ohne Parteibuch
Öffentlich geförderte Wohnungen müssen ohne parteipolitischen Einfluss vergeben werden.

Monitoring und Besteuerung von leerstehenden Wohnungen
Privates leerstehendes Wohnungseigentum, das nicht der Eigenversorgung dient, ist zur erfassen und höher zu versteuern (Leerstandsabgabe).

Wohnungstauschbörse für öffentliche Wohnungen
Aktive Bewerbung des kostenfreien Tauschs von öffentlichen Wohnungen (z.B. größere gegen kleinere).

Recht auf echten Ratenmietkauf von öffentlichkeitsfinanzierten Wohnungen
Eigentumsbildung ist generationenübergreifende Armutsprävention. Anrechnung der erbrachten Miete auf den Kaufpreis. Wohnungen können nur vererbt oder an förderungswürdige Menschen (nach dem Wohnbauförderungsgesetz) verkauft werden.

verkehr

begrenzter Raum verlangt begrenzten Verkehr

Stau muss etwas Schönes sein, sonst würden nicht so viele mitmachen.
Heinz-Dieter Bludau

In der Verkehrspolitik herrscht Stillstand, weil notwendige Reduktionsziele noch nie außer Streit gestellt worden sind: wenn wir 10-15% weniger Individualverkehr für ein flüssiges Vorankommen brauchen (abgesehen von den gesundheitlichen und klimarelevanten
Vorteilen), dann müssen beschlossene Maßnahmen das auch leisten können. Tun
sie es nicht, müssen wir die Strategie ändern. Die Verkehrspolitik und -planung der letzten
Jahrzehnte war (und ist auch noch) stark geprägt von ihrer Autozentriertheit mit
all den negativen Folgen an Zersiedelung, Entleerung der Zentren, vergeudeter Zeit,
Bewegungsarmut u.v.a. Eine Rückbesinnung auf die Stadt der kurzen Wege und der
damit verbundenen Reduktion von zurückzulegenden Wegen verlangt einen (neuen)
Grundsatzbeschluss im Gemeinderat mit Auswirkungen auf zahlreiche Ressorts.

Gemeinsam beschlossene Verkehrsreduktionsziele
begleitet von evaluierbaren Maßnahmenpaketen statt Einzelmaßnahmen.

Ausbau des Radwegenetzes
begleitet von Infrastruktur wie Servicestationen, eingangsnahe, überdachte Abstellanlagen. Versperrbare Mietboxen. Radausleihsysteme.

Verbesserung des ÖV Takts
Gute öffentliche Verkehrsverbindngen sind auch in den Randzeiten sicherzustellen.

Ausweitung von qualitativ hochwertigen Fußwegen
Mit großzügiger Breite, Möblierung, Trinkwasser.

Zügige Umsetzung von P+R Anlagen
Mit Sicherstellung der öffentlichen Erreichbarkeit der P+R Anlagen.

Ersatz der Eisenbahnbrücke
Neubau statt Sanierung: Wiederverwendbare Teile der historischen Eisenbahnbrücke sollen entsprechend dem Wettbewerbsergebnis in Kunstprojekt o.ä. weiterverwendet werden. An ihrer Stelle soll voll funktionsfähige Brücke für alle Verkehrsarten sichergestellt werden.

Anreize zum Verzicht auf Auto
Mobiltätsmanagement von Firmen im Linzer Großraum
(Firmenbusse, Gratis ÖV-Tickets statt Parkplatz)
Senkung von Stellplatzschlüssel in Siedlungen
Car-Sharing in Siedlungen

Grundsätzliche Verknüpfung von Regional- und Verkehrspolitik
Weg von reiner Symptombekämpfung: Die massive Verkehrszunahme ist unmittelbare Folge von Arbeitsplatzverlusten in ländlichen Regionen aufgrund globalisierter Produktion von Gütern des täglichen Bedarfs. Der Erhalt regionaler Wirtschaftskraft beschränkt auch die stark zunehmenden EinpendlerInnen.

integration

herzlich willkommen

Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen.
Matthäus: 25, 35

Gastfreundschaft darf nicht vom Einkommen und der Herkunft des Gegenübers geprägt sein. Die durch geopolitische Interessen verursachten Flüchtlingsströme erfordern ein beherztes und systematisches Vorgehen in der Integration. Wobei die bedingungslose Nothilfe an erster Stelle stehen muss.
Die Qualität unserer Integrationsbemühungen lässt sich auch daran messen, ob sich Menschen bei uns zu Hause fühlen oder nur geduldet werden. Nur Menschen, die sich willkommen fühlen, werden auch aktiver, sozialer Teil dieser Gesellschaft werden.
Die Anstrengungen in der sprachlichen und beruflichen Integration müssen mit Zahlen hinterlegt und überprüft werden – nur so können wir Verbesserungsbedarf erkennen und reagieren.

Ausweitung der Sprachförderung von Kindern
Mit überprüfbaren Fortschritten. Verstärkung von Muttersprachen-Unterricht zur Verbesserung der Spracherwerbskompetenz und Mehrsprachigkeit.

Recht zu arbeiten für zumindest Kollektivlohn während des Asylverfahrens
Seinen/ihren Lebensunterhalt zu verdienen, ist ein Menschenrecht, das keinesfalls entzogen werden darf.

Recht auf Familienleben vor Abschiebung
Das Recht der Familie auf gemeinsames Leben ist gegenüber dem Fremdenrecht höher zu bewerten. Familien dürfen keinesfalls zerrissen werden.

Automatische österreichische Staatsbürgerschaft für in Österreich geborene Kinder
Staatsbürgerschaft ist zuallererst ein mit der Geburt in jeweiligem Land verbundenes, identifikationsstiftendes Recht.

Bleiberecht nach 1,5 Jahren legalem Aufenthalt
Die administrativen Kapazitäten zur Bearbeitung von Asylanträgen sind auszuweiten, um Bearbeitung in menschenwürdigen Zeiträumen zu ermöglichen.

Kommunales Wahlrecht für Nicht-EU BürgerInnen
Pflichten bedeuten auch Rechte: Steuern zahlen: ja – daher auch Mitbestimmen am Wohnort.

Finanzielle und inhaltliche Unterstützung für RückkehrerInnen
Menschen die in absehbarer Zeit in wiederberuhigte Krisengebiet zurückkehren möchten, sollen auch aktiv unterstützt werden bei ihren Reintegrationsbemühungen.

umwelt und stadtökologie

nicht nur grüne hügel braucht es

Die Bibliothek des Lebens brennt.
Veerle Vandeweerd

Linz ist geprägt von einer beeindruckenden, sie umgebenden Landschaft und dem zentralen Donauraum. Subjektiv vermitteln sie ein sehr „grünes“ Umweltgefühl und verstellen den Blick auf notwendige Maßnahmen im Detail.
Beispielsweise haben sich die Baumstandorte stark reduziert: wo neu gebaut wird, sind nur Minimalstandorte vorgesehen. Für einen normalwachsenden Stadtbaum ist schlicht kein Platz vorgesehen. Obstbäume, die bis in die 60er Jahre noch Siedlungen und Hausgärten geprägt haben sind großteils aus dem Siedlungsraum verschwunden.
Qualitativ hochwertige Freiräume, wie von der Stadtplanung im Genehmigungs- und Wettbewerbsverfahren eingefordert, werden nicht auf tatsächliche Ausführung überprüft.
Freiräume an der Donaulände werden einer kommerzialisierten Freizeitnutzung geopfert.

Förderung von Schulgärten
Ein guter Ort um Bewusstsein zu formen.

Ein Baumschutzgesetz zur Förderung des Erhalts und Neupflanzung von Großbäumen, Obstbäumen, Wildbaumarten.

Reduktion von Baum- und Strauchschnitt in Siedlungen
Ökologisch kontraproduktiv, verursacht vermeidbare Kosten.

Zurverfügungstellung von öffentlichem Grund für Gemeinschaftsgärten, Pachtobstbäume

Aktive Unterstützung und Infoarbeit durch die Stadt
Viele kleine, gute Maßnahmen schaffen es nicht in die öffentlichen Printmedien.
Es fehlt dringend periodische Stadtinfo.

Förderung von Regenwassernutzung
Für WCs und Gartennutzung sowie Kanalentlastung durch Direktversickerung.

Senkung der verkehrsverursachten Feinstaubbelastung
Durch Verkehrsreduktion (transparente Darstellung wie z.B. in Mönchengladbach).

Kataster zur Artenvielfalt in der Stadt
Periodische Erfassung und Evaluierung der gesteckten Ziele insbesondere auch auf Flächen ohne Schutzcharakter.

Nachhaltigkeitskriterien für öffentliches Vergabewesen

Klares Bekenntnis zu ökologischem Hochwasserschutz
Klares Bekenntnis zur Aufweitungsmaßnahmen statt Durchflusssteigerungen.

 

tierschutz und tierrechte

auf augenhöhe

Ein jedes Wesen scheut Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht.“
Gautama Buddha

Ein langjähriger Kampf von vielen Tierschutz- und  TierrechtsaktivistInnen hat viel im Bewusstsein von vielen Menschen gegenüber Tieren bewegt und auch deutliche Verbesserungen in manchen Bereichen der Nutztierhaltung bis hin zur Verfassung bewirkt. Doch wirtschaftliche Interessen, Pseudotraditionen, Egoismus und politische Gleichgültigkeit stehen durchschlagenden Erfolgen oftmals auch in Österreich im Weg. Die Umsetzung langjähriger Forderungen in tatsächliche Gesetze muss vorangetrieben werden.

Verbesserungen in der landwirtschaftliche Tierhaltung
Orientierung am Tiergerechtheitsindex (TGI-System; Ziel: Standard soll eine TGI-Zahl von 28 werden)
keine Vollspaltenböden, sondern Einstreu; getrennte Liegebereiche
verpflichtende Auslaufmöglichkeiten, Verbot der Anbindehaltung
Rinder: keine Enthornung; keine Wegnahme der Kälber von den Muttertieren

Einschränkung von Tiertransporten
nur regionale Transporte von lebenden Tieren,  kein Transport von Tierkindern

Generelles Handelsverbot mit Tierpelzprodukten

Deutliche Einschränkung von Tierversuchen
Alle Tierversuche müssen beantragt werden. Nur Tierversuche, welche von der dafür zuständigen Kommission (in der mind. 25% Vertreter des Tierschutzes vertreten sind) mit 2/3-Mehrheit genehmigt werden, sind erlaubt. Nur mehr Tierversuche, welche zur Erforschung und Heilung von lebensbedrohlichen Erkrankungen dienen, können Gegenstand von Tierversuchs-Anträgen sein.

Ersatz der Jagd durch ein Wildtiermanagement
nach ökologischen und Tierschutz-Kriterien

Verbot von Gatterjagd

Verbandsklagerecht für den Dachverband Österreichischer Tierschutzorganisationen

Änderung des Tierstatus vor dem Gesetz
Tiere sollen nicht mehr als Sache vor dem Gesetz behandelt werden sondern einen eigenen Persönlichkeitsstatus erhalten.

Förderung  pflanzlicher Produktion und Produkte
aus Tier- und Klimaschutz – Gründen

kultur / sport und junge menschen

und wenn du kein geld hast?…

Junge Menschen haben in Linz oft wenig Möglichkeiten sich außerhalb von Lokalen, Einkaufszentren oder anderen konsumationspflichtigen/orientierten Orten zu treffen, etwas gemeinsam zu organisieren, Musik zu spielen, Theater zu spielen, vor der Haustür Sport zu betreiben. Meist sind verhältnismäßige hohe Kosten mit der Ausübung von Freizeitaktivitäten verbunden, was junge Menschen mit geringem Einkommen ausschließt.
Mit einer Umschichtung von Mitteln aus der Kultur- und Sportförderung weg von Vereinen und Institutionen zu Individuen kann Ausgleich geschaffen werden.
Zusätzliches Raumangebot fehlt in allen Stadteilen.
Das unmittelbare Wohnumfeld ist der erste „Sportplatz“ für Kinder und Jugendliche. Entsprechende Ausweisung von Ballsport- und Wiesenspielflächen wirken stark bewegungsfördernd und stärken die Nachbarschaft.

Einzelkultur- und Sportförderung
Umschichtung Förderung von Vereinen und Institutionen zu Einzelpersonen mit geringem Einkommen, die sich künstlerisch betätigen, einen Sport ausüben, ein Musikinstrument lernen wollen etc.

Kostenloser stadtteilbezogener Kulturraum
Kostenlose Nutzung für private Personen und ungeförderte Vereine.

Ausweisung von Ball- und Wiesenspielflächen
Im unmittelbaren Wohnumfeld.

Förderung von Schulsport/Schülerliga
Kontaktverbesserung Vereine/Schulen (Förderungsvoraussetzung für Vereine: Angebote in Schulen).

Förderung von sportlicher Vielfalt
Förderung auch von Sportarten, die stark von Mädchen nachgefragt werden (z.B. Showdance).

Errichtung von Eislaufplätzen in Stadtteilen
Als kostengünstigers Wintersportangebot im Wohnumfeld.

Errichtung von wetterunabhängigen (überdachten) Spielplätzen bzw. -orten
an leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbaren Standorten und im unmittelbaren Wohnumfeld. Kinder haben einen grossen Bewegungsdrang. Bei Schlechtwetter, aber besonders in den Wintermonaten, ist es oft schwierig, diesem Grundbedürfnis nachzukommen, besonders im urbanen Raum. Daher fordern wir die Einrichtung öffentlicher Spielmöglichkeiten unter Dach – für begleitete Kleinkinder und unbegleitete Kinder.

menschen mit behinderung

teilhabe statt almosen

Lasse nicht zu, dass das was du nicht kannst, das beeinträchtigt, was du kannst.
John Wooden

Wer als Mensch mit Behinderung in OÖ. eine Leistung nach dem OÖ. Chancen-
gleichheitsgesetz benötigt, schaut oft durch die Finger. Inzwischen sind bereits
5.416 Menschen mit Behinderung auf einer Warteliste gelandet. Davon warten
mehr als 3.000 Menschen mit Behinderung auf einen Wohnplatz, mehr als 1450
Menschen mit Behinderung warten auf mobile Betreuung und mehr als 360
Menschen mit Behinderung haben vergeblich um Persönliche Assistenz angesucht.
Dies deswegen, weil die vom Land OÖ dafür vorgesehenen budgetären Mittel bei
weitem nicht ausreichen.

 

Demokratischer Behindertenbeirat
Projekte und Lösungen sollen von betroffenen Menschen in Linz selbst entwickelt werden können und einer verbindlichen politischen Umsetzug zugeführt werden.

alte menschen

aus den augen aus dem sinn?…

Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe, Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.
Plutarch von Chäronea

Wie in der gesamten westlichen Welt sind alte Menschen im Moment des Ausscheidens aus dem Arbeitsleben praktisch vom täglichen sozialen Leben ausgeschlossen. Angebote von öffentlichkeitsgeförderten Vereinen können den Bedarf nicht decken.  Aktive Stadtteilarbeit mit einem Aufbau von Nachbarschaftsnetzwerken kann alte Menschen wieder integrieren und aus der Isolation herausführen. Besonders betroffen sind auch hier Menschen mit geringem oder keinem Einkommen (bzw. Pensionen).

Nachbarschaftsnetzwerke
Menschliche Hereinnnahme von Menschen in soziale Nachbarschaftsnetzwerke.

Keine Diskriminierung von Papier
Viele ältere Menschen (nicht nur die…) sind absolut überfordert von Online-Anträgen und -Infos, die im Zuge von E-Governance – Bemühungen immer dominanter werden.

Bessere, gebündelte Infos von der Stadt
Informationen zu Ermässigungen (GIS, Heizkostenscheck, Busrefundierungen, Kultur etc.) erreichen ältere Menschen sehr schlecht. Weiters brauchen sie Unterstützung bei der Antragstellung bis hin zu automatischem Bezug (z.B. bei Mindestsicherungs- oder Ausgleichzulagenbezug)

Mobile Nahversorgung und öffentlicher Verkehr
Jede Verbesserung nützt insbesondere der Gruppe der alten Menschen.

Altersgerechtes Wohnumfeld,
das Garteln, Spaziergänge, Treffen von FreundInnen, Handwerken, Bewegung ermöglicht.

 

 

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