Weiterbildung – eine Frage des Einkommens?

Das mit VertreterInnen der Forschung, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und der Landespolitik besetzte Podium der Veranstaltung „Zukunftschance – Weiterbildung“ in Salzburg diskutierte (19.5. 2014) zuallererst die Budgetlage für die Einrichtungen, die Erwachsenenbildung anbieten. Besonders kleinere Einrichtungen müssen mit weiteren Kürzungen rechnen. Landesrätin Berthold sicherte zu, dass Maßnahmen der Basis- und Elementarbildung weiterhin einen Schwerpunkt bilden werden. Die Diskussion verlief in ähnlichen Bahnen wie zurzeit Diskussionen im Sozial- und Kulturbereich geführt werden: Die Kürzungen, von denen   KundInnen schon seit einigen Jahren verstärkt betroffen sind, kommen jetzt massiv in den verschiedensten Einrichtungen beim (Stamm-) Personal an. Dort lösen sie derzeit noch sehr höfliche Proteste aus: Projekte kürzen, Leistungen kürzen, Förderungen kürzen – all das hatte man in den letzten Jahren noch irgendwie weggesteckt, weil man/frau oft nicht persönlich betroffen war. Doch die anstehenden Sparmaßnahmen des Landes werden daran wohl einiges ändern.

Für DIE LINKE haben wir in der Diskussion darauf aufmerksam gemacht, dass Menschen mit geringem Einkommen aufgrund des privaten Status der Einrichtungen derzeit überhaupt keine Möglichkeit der Weiterbildung haben. Wir haben konkret vorgeschlagen, den existierenden Bildungsscheck zu adaptieren: Menschen mit geringem Einkommen (Mindestsicherung +25%) sollen Kurskosten zu 100% vorfinanziert werden mit einer Ratenoption auf die nicht geförderte Summe. Weiters können Bildungseinrichtungen einkommensabhängige  Nachlässe auf Kurskosten gewähren (z.B. in Linz mit der Aktiv Card möglich http://portal.linz.gv.at/Serviceguide/viewChapter.html?chapterid=121421).

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